Beschreibung
Was ist Wacholderbeerenöl?
Wacholderbeerenöl ist ein konzentrierter Duftstoff, gewonnen durch Wasserdampfdestillation der reifen Beeren des Wacholders, Juniperus communis, eines immergrünen Strauchs aus der Zypressenfamilie mit nadelförmigen Blättern. Kurz heißt es Wacholderöl, ausgeschrieben ätherisches Wacholderbeerenöl, auf Englisch juniper berry oil. Auf dem Etikett steht der Inhaltsstoff als Juniperus Communis Fruit Oil: Fruit Oil sagt, dass das Öl aus der Beere stammt und nicht aus Nadel oder Holz. Das Etikett nennt keinen zweiten Inhaltsstoff und keine Herkunft. Es ist ein klares, farbloses bis hellgelbes Öl, dünn wie Wasser, mit einem frischen, holzigen und harzigen Duft und einer scharfen, pfeffrigen Seite. Ein ätherisches Öl ist kein fettes Öl: Es verfliegt, hinterlässt auf Papier keinen Fettfleck und löst sich in Öl und Alkohol, nicht in Wasser.
Wer Genever oder Gin kennt, erkennt den Duft sofort, denn diese Getränke verdanken ihren Geschmack derselben Beere; diese Flasche ist jedoch ein Duftstoff für Diffuser und Haut und kommt nicht ins Glas. Was Beere heißt, ist botanisch ein fleischiger Zapfen, ein Beerenzapfen, der zwei bis drei Jahre braucht, um von grün zu dunkelblau zu reifen, sodass an einem Strauch reife und unreife Beeren nebeneinander hängen. Wacholderbeerenöl ist kein starker Hautreizer und kein Zitrusschalenöl: Auf der Haut gilt die übliche Grenze von einem Prozent, ein Tropfen pro Teelöffel Trägeröl, und ins Bad darf es nach dem Mischen. Wacholderbeerenöl ist ein Duftstoff und kein Medikament; zu einer Wirkung auf Beschwerden äußern wir uns nicht. Wir verkaufen es in Fläschchen mit 10 ml und 30 ml aus braunem Glas.
Wacholderbeerenöl auf einen Blick
- Inhaltsstoff: Juniperus Communis Fruit Oil, genau wie auf dem Etikett gedruckt; der einzige Inhaltsstoff.
- Pflanze: der Wacholder, Juniperus communis, ein immergrüner Strauch aus der Zypressenfamilie; die Beere ist ein fleischiger Zapfen, ein Beerenzapfen.
- Gewinnung: Wasserdampfdestillation der reifen Beeren; Fruit Oil auf dem Etikett nennt den Pflanzenteil, das Etikett nennt keine Herkunft, und deshalb nennen wir sie auch nicht.
- Farbe und Duft: klar, farblos bis hellgelb und dünn wie Wasser; der Duft ist frisch, holzig und harzig, mit einer scharfen, pfeffrigen Seite, die an Genever und Gin erinnert.
- Stärke: kein starker Hautreizer und kein Zitrusschalenöl; auf der Haut höchstens ein Tropfen pro Teelöffel Trägeröl und niemals pur.
- Anwendung: Diffuser mit drei bis fünf Tropfen, Duftstein mit einem Tropfen, verdünnt in einem Massageöl, und in der Badewanne nach dem Mischen mit einem Esslöffel Trägeröl oder Milch.
- Duftallergene: im Wacholder kommen von Natur aus Pinen, Limonen, Beta-Caryophyllen und Terpineol vor; der Gehalt pro Charge steht auf dem Analysezertifikat, das wir nicht haben.
- Inhalt und Aufbewahrung: 10 ml oder 30 ml in braunem Glas; kühl, dunkel und gut verschlossen aufbewahren, außerhalb der Reichweite von Kindern; ausschließlich zur äußerlichen Anwendung, nicht einnehmen.
Wofür Wacholderbeerenöl gekauft wird
- Wacholderbeerenöl im Diffuser. Drei bis fünf Tropfen auf das Wasser geben einen frischen, holzigen Nadelwaldduft mit einer pfeffrigen Kopfnote; allein, oder mit einem Tropfen Orange oder Lavendel dazu.
- Wacholderbeerenöl auf einem Duftstein oder Taschentuch. Ein Tropfen gibt eine Stunde lang einen leichten, harzigen Duft, ohne Gerät und ohne dass das Öl die Haut berührt.
- Wacholderbeerenöl verdünnt in einem Massageöl oder in der Badewanne. Ein Tropfen pro Teelöffel Trägeröl als Massageöl, oder höchstens vier Tropfen in der Badewanne, zuerst mit einem Esslöffel Trägeröl oder Milch gemischt.
Alle Düfte stehen bei den ätherischen Ölen; die Öle zum Verdünnen stehen bei den Trägerölen.
Wacholderbeerenöl neben Zypressenöl: zwei Öle aus der Zypressenfamilie
Der Wacholder und die Zypresse gehören zu derselben Pflanzenfamilie, und ihre Öle riechen beide nach Nadelwald, aber nicht gleich. Wacholderbeerenöl stammt aus der Beere und hat eine scharfe, pfeffrige, fast ginartige Kopfnote auf einem holzigen, harzigen Grund; Zypressenöl stammt von Blättern und Zweigen von Cupressus sempervirens und ist trockener, strenger und ohne diese pfeffrige Kopfnote. Im Diffuser ergänzen sie sich: zwei Tropfen Zypresse als Grund und zwei Tropfen Wacholder für die frische Kopfnote, nach Wunsch mit einem Tropfen Orange dazu. Jedes dieser Öle hat eine eigene Etikettzeile und eine eigene Seite mit eigener Dosierung. Wir führen kein Wacholderwasser; welche Pflanzenwässer es gibt, steht in der Kollektion Hydrolate.
Was wir über Wacholderbeerenöl nicht behaupten
Über Wacholderbeerenöl kursieren online viele Geschichten: darüber, was es im Körper tun soll, über die Haut, über das gewöhnliche Getränk aus derselben Beere, und über Stoffe, die darin stecken sollen, und in welcher Menge. Dazu äußern wir uns auf dieser Seite nicht, auch nicht als Tradition, Zitat oder Widerspruch. Das Etikett nennt Juniperus Communis Fruit Oil und sonst nichts: keinen Gehalt, keine Herkunft und keine Frist. Ein ätherisches Öl ist ein Duftstoff, kein Medikament und kein Lebensmittel; haben Sie eine Beschwerde, dann sind Ihr Hausarzt oder Ihre Apotheke die Adresse und nicht dieses Fläschchen. Dass die getrocknete Beere in der Küche und in der Brennerei verwendet wird, sagt nichts über diese Flasche: Das Öl ist ein konzentrierter Duftstoff, der ausschließlich äußerlich verwendet wird. Was wir sagen können, steht hier: was drin ist, wie es riecht, wie viele Tropfen wohin gehen, was Sie damit nicht tun und wie Sie es aufbewahren.
Anwendung
Wacholderbeerenöl im Diffuser, auf einem Duftstein oder über einem Teelicht
Geben Sie drei bis fünf Tropfen Wacholderbeerenöl auf das Wasser eines elektrischen Diffusers, lassen Sie ihn höchstens eine Stunde laufen und lüften Sie danach den Raum; in einem kleinen Raum reichen drei Tropfen. In die Schale einer Duftlampe über einem Teelicht kommen drei Tropfen auf das Wasser; lassen Sie die Schale nicht trocken kochen, denn ätherisches Öl ist brennbar. Ohne Gerät genügt ein Tropfen auf einem Duftstein oder einem Papiertaschentuch, eine Stunde lang ein leichter, harziger Duft. Mehr Tropfen geben keinen besseren Duft, nur einen schwereren. Wacholder ist eine frische Kopfnote, die gut zu holzigen und zitrusartigen Ölen passt: zwei Tropfen Wacholder auf zwei Tropfen Zypresse oder einen Tropfen Orange. Ist eine Schwangere, jemand mit Asthma, ein Kind unter sechs Jahren oder ein Haustier im Raum, sprechen Sie zuerst mit Arzt, Apotheker oder Tierarzt, bevor der Diffuser läuft; Katzen bauen einige Duftstoffe schlecht ab.
Wacholderbeerenöl verdünnt auf der Haut: ein Tropfen pro Teelöffel Trägeröl
Auf die Haut kommt Wacholderbeerenöl nur verdünnt, bis höchstens ein Prozent: ein Tropfen auf einen Teelöffel von 5 ml Trägeröl für den Körper, und fürs Gesicht die Hälfte, also ein Tropfen auf zwei Teelöffel. Als Trägeröl nehmen Sie Jojobaöl oder süßes Mandelöl; mischen Sie den Tropfen gut unter und verwenden Sie die Mischung als Massageöl an Armen, Beinen oder Rücken. Nicht auf Schleimhäute, nicht auf beschädigte oder frisch rasierte Haut, nicht in die Nähe der Augen und nicht bei Kindern unter sechs Jahren. Tragen Sie zuerst einen Tropfen der Mischung auf die Innenseite Ihres Handgelenks auf und warten Sie einen Tag; brennt oder rötet sich die Haut, wischen Sie die Mischung mit etwas Trägeröl ab, waschen die Haut mit milder Seife und verwenden das Öl nicht mehr auf der Haut.
Wacholderbeerenöl in der Badewanne, und warum Sie es zuerst mischen
In die Badewanne kommen höchstens vier Tropfen Wacholderbeerenöl, zuerst mit einem Esslöffel Trägeröl oder Vollmilch gemischt, denn ätherisches Öl löst sich nicht in Wasser und schwimmt sonst unvermischt auf der Oberfläche, genau dort, wo Ihre Haut ins Wasser geht. Gießen Sie die Mischung in die volle Wanne und rühren Sie um. Wacholder ist kein starker Hautreizer und kein gepresstes Zitrusschalenöl, also gibt es keine Sonnenregel, aber keine Badewanne bei Kindern unter sechs, und in der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Asthma zuerst mit Arzt oder Apotheker sprechen. Niemals pur auf die Haut und niemals in die Augen; kommt doch pures Öl auf die Haut, wischen Sie es mit Trägeröl ab und waschen mit milder Seife nach, und kommt Öl ins Auge, spülen Sie mit reichlich lauwarmem Wasser und suchen bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt auf. Nicht einnehmen und nicht in Essen oder Getränke, auch nicht, weil die Beere in der Küche verwendet wird: Ein ätherisches Öl ist ein Duftstoff und kein Lebensmittel. Von einer Anwendung über einer Schüssel mit heißem Wasser raten wir ebenfalls ab.
Wie viel Wacholderbeerenöl Sie verwenden und wie lange ein Fläschchen reicht
Ein Tropfen ist etwa 0,05 ml, also sind 10 ml Wacholderbeerenöl etwa zweihundert Tropfen und 30 ml sechshundert. In den Diffuser gehen drei bis fünf Tropfen pro Anwendung: Das Fläschchen mit 10 ml reicht dann vierzig- bis gut sechzigmal, das mit 30 ml 120- bis 200-mal. Auf einem Duftstein ein Tropfen pro Tag: 10 ml reichen gut ein halbes Jahr. In der Badewanne vier Tropfen pro Bad: 10 ml sind fünfzig Bäder. In einem Massageöl ein Tropfen pro Teelöffel und zwei Esslöffel pro Massage, also sechs Tropfen pro Anwendung. Wer das Öl vor allem auf einem Duftstein verwendet, hat an 10 ml lange genug; wer den Diffuser täglich einschaltet oder oft badet, wählt 30 ml. Das Etikett nennt keine Haltbarkeitsfrist; brauchen Sie ein geöffnetes Fläschchen innerhalb von etwa einem Jahr auf und verwenden Sie das Öl nicht mehr, wenn es anders riecht als beim Kauf, dicker geworden oder trüb ist: Ein Nadelbaumöl, das lange offen steht, verändert seinen Duft und reizt die Haut dann stärker.
Worauf Sie bei Wacholderbeerenöl achten
Wacholderbeerenöl ist ausschließlich zur äußerlichen Anwendung bestimmt und nur verdünnt; niemals pur, nicht einnehmen, nicht in die Augen und nicht bei Kindern unter sechs Jahren. Verwenden Sie dieses Öl nicht bei Nierenproblemen und nicht in der Schwangerschaft, es sei denn, Ihr Arzt oder Apotheker hat keine Einwände; in der Stillzeit, bei Asthma, und wenn das Öl für einen Raum gedacht ist, in dem Kinder unter sechs Jahren oder Haustiere sind, sprechen Sie ebenfalls zuerst mit Arzt, Apotheker oder Tierarzt. Im Wacholder kommen von Natur aus die Duftallergene Pinen, Limonen, Beta-Caryophyllen und Terpineol vor, aus Anhang III der europäischen Kosmetikverordnung; der Gehalt pro Charge steht auf dem Analysezertifikat, das wir nicht haben, also versprechen wir nichts, und Sie machen zuerst den Test an der Innenseite Ihres Handgelenks. Was diese Stoffe sind, lesen Sie auf der Seite über Allergene in ätherischen Ölen. Bewahren Sie das Fläschchen kühl, dunkel und gut verschlossen auf, fern von offenem Feuer und heißen Oberflächen, und außerhalb der Reichweite von Kindern. Wie ein ätherisches Öl gewonnen und verdünnt wird, steht auf der Seite Wissen über ätherische Öle.
Inhaltsstoffe
Juniperus Communis Fruit Oil